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(Fast) vergessene Kunst aus Sondershausen Die Stadt Sondershausen brachte in ihrer Geschichte einige überregional bekannte Künstler und Kunstschaffende hervor. Einige davon gerieten im Laufe der Zeit leider in Vergessenheit. So auch der Künstler Curt Mücke. Er porträtierte bis zu seinem Tode im Jahr 1940 Städte wie Bad Frankenhausen und Sondershausen. Curt Mücke ist noch vielen älteren Bewohnern aus Sondershausen ein Begriff. Leider existiert keine Ausstellung seiner Werke mehr. Auch in der Stadtbibliothek fragt man ergebnislos nach umfänglichem Material zu diesem Künstler. Ziel des Projektes ist es deshalb, den Lebensweg des Malers zu porträtieren, sein Schaffen zu ergründen und vor allem seine Werke in Wort und Bild darzustellen. Die als Projektdokumentation geplante Broschüre soll einer breiten Öffentlichkeit präsentiert und Schulen der Region zugänglich gemacht werden. Eine CD/ DVD mit Bildern und kurzen Filmen wird am Projektende allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur Erinnerung und Motivation für neue Projekte überreicht. Jugend- und Bildungsverein "Freiräume" e.V. Heerstr. 28d 99706 Sondershausen Kyffhäuserkreis 20 Jahre Mauerfall
Der Ort Bad Lobenstein liegt direkt an der Grenze von Thüringen zu
Bayern. Seit sechs Jahren gibt es einen Jugendaustausch zwischen den
beiden Bundesländern. Jedoch haben die Zeitenspringer
festgestellt, dass auch heute, 20 Jahre nach der Wende, noch immer eine
spürbare Mauer in den Köpfen existiert. Die Jugendlichen aus Thüringen werden noch immer als "Ossis" wahrgenommen, haben aber selbst keinen Bezug zum Thema DDR und Wende. Sie wollen herausfinden, was der Begriff "Freiheit" damals für die Menschen bedeutete und ob "Freiheit" heute anders definiert wird. Bei Zeitzeugeninterviews, Recherchearbeiten und einem Besuch im Grenzmuseum soll dem Thema auf den Grund gegangen werden. Als Ergebnis des Projektes sollen multimediale Formate, wie z.B. Video- oder Handyclips entstehen. Außerdem werden die Ergebnisse in Form von Radiobeiträgen auf Radio Galaxy, AFK Max und im Internet unter www.jakult.net bzw. unter www.netzcheckers.de präsentiert. Das Material soll einem Grenzmuseum zur Verfügung gestellt werden. JAKULT -Regionalteam für Jugendarbeit Am Sportplatz 5a 07356 Bad Lobenstein Saale-Orla-Kreis 40+20=60 - Jugend und Geschichte im Weimarer Land Jugendliche kennen die jüngste deutsche Geschichte meist nur aus Schulbüchern. Nur wenige kennen diese Zeit auch aus Gesprächen mit Erwachsenen. Die Zeitenspringer wollen deshalb erfragen, wie historische Ereignisse wie Kriegsende, Gründung der DDR, der 17. Juni 1953, Mauerbau und Mauerfall im Weimarer Land von Jugendlichen, die heute Erwachsene sind, erlebt wurden. Die Zeitzeugen, die dazu befragt werden sollen, waren damals im gleichen Alter wie die Jugendlichen heute. Neben Bürgerinnen und Bürgern aus dem Weimarer Land sollen auch Zeitzeugen, die damals in den alten Bundesländern lebten, befragt werden. Eine Gegenüberstellung soll zeigen, was die Jugendlichen damals über das "andere Deutschland" wussten. Zur Unterstützung und als Projektpartner sollen verschiedene Archive und Zeitungs-Radaktionen gewonnen werden. Ihre Arbeitsergebnisse wollen die Jugendlichen in Film und Foto dokumentieren und im Rahmen einer Wanderausstellung vorstellen. Apoldaer Frauen und Familienzentrum im Weimarer Land e.V. Bahnhofstraße 43 99510 Apolda Weimarer Land Aktive Christinnen in der DDR Unterschiedliche Facetten zur Rolle der Kirche in der DDR mit lokalhistorischem Bezug wurden bereits aufgearbeitet. Die Zeitenspringer in diesem Projekt wollen sich jedoch auf Spurensuche anhand geschlechtsspezifischer Aspekte begeben und das haupt- und ehrenamtliche Wirken aktiver Christinnen in der DDR erforschen. Protagonistinnen werden z.B. Nonnen, Pfarrerinnen und Vertreterinnen aus der christlichen (Jugend)arbeit aus der Stadt Erfurt sein. Am Anfang stehen umfangreiche Archivrecherchen und die Entwicklung eines Interview-Leitfadens. Anschließend werden Frauen ausgewählt und per Audio- und Videoaufzeichnung von den Jugendlichen befragt und porträtiert. Die Präsentation der Projektergebnisse erfolgt in einer einmonatigen öffentlichen Ausstellung. Die zusätzlich produzierten Audiobeiträge werden im Programm von Radio F.R.E.I. mehrfach gesendet. Das zusammengetragene Material wird außerdem in einen Online-Stadtplan integriert, der zu Orten religiösen Lebens in Erfurt erstellt werden soll. KOMED e.V. /Radio F.R.E.I. Gotthardtstr. 21 99084 Erfurt Auf den Zahn gefühlt Auf dem Marktplatz von Bad Tennstedt steht ein großer Holzzuber mit zwei überdimensionalen "Besen". Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung fanden die Jugendlichen heraus, dass es sich dabei um Zahnbürsten handelt, deren Geschichte und Entwicklung unmittelbar mit der Stadt Bad Tennstedt verbunden sein soll. Die Zahnbürste ist ein alltäglicher Gegenstand, der täglich von den Jugendlichen benutzt wird. Aber was hat ein Produkt das in der ganzen Welt verbreitet ist, mit Bad Tennstedt zu tun? Wurde hier die Zahnbürste erfunden? Das wollen die Jugendlichen genauer herausfinden und sich auf Forschungsreise begeben. Die Zeitenspringer werden Informationen bei der Stadtverwaltung einholen und in Archiven recherchieren. Neben der Recherchearbeit wollen die Jugendlichen auch eine kleine Sammlung von Zahnbürsten aus dem 20. Jahrhundert und der ganzen Welt zusammentragen. Eine Broschüre und eine Ausstellung sollen die Ergebnisse der Spurensuche dokumentieren und anschließend der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt werden. TreFFFpunkt e.V.c/o Petra Anschütz Herrenstr. 12 99947 Bad Langensalza Das Jahr der Wende in Hüpstedt Das Jahr 1989 war ein besonderes Jahr – das Jahr der
Wende und des Falls der Mauer. Für alle Menschen in Deutschland
bedeutete dies eine Veränderung ihrer Lebenssituation, denn aus
dem einst geteilten Deutschland wurde wieder ein Land. Die Zeitenspringer haben diese wichtige Epoche in der Geschichte Deutschlands selbst nicht miterlebt. Noch heute wird oft über die Wendezeit gesprochen, dennoch haben die Jugendlichen kaum einen Bezug dazu, weil sie damals noch nicht geboren oder aber zu jung waren, um die Erlebnisse zu realisieren oder zu verstehen. Deshalb wollen sie nun erforschen und dokumentieren, wie sich durch dieses historisch wichtige Ereignis ihr Heimatort verändert hat. Hierzu werden die Zeitenspringer in Archiven und im Internet recherchieren, Museen besuchen und Zeitzeugen befragen. Die gesammelten Materialien werden zu einer PowerPoint-Präsentation, einer Ausstellung und in einer Broschüre zusammengefasst. Bildungszentrum der KAB gGmbH Holzthalebener Str. 17 99996 Menteroda Die Grenze, die uns trennte und heute verbindet In diesem Jahr ist es 20 Jahre her, dass die innerdeutsche Grenze durch den offenen Protest der DDR-Bevölkerung durchlässig wurde. Die Grenze, die bis 1989 die Deutschland in Ost und West trennte ist verschwunden – jedoch existieren bis heute noch "Grenzen" in den Köpfen. Gerstungen war zu DDR-Zeiten ein wichtiger Grenzübergang für den Personenverkehr per Zug von West nach Ost und umgekehrt. Aber Menschen, die nur wenige Kilometer von einander entfernt wohnten, und z.T. miteinander verwandt und befreundet waren, wurden durch die innerdeutsche Grenze getrennt. Es gab keine Reisefreiheit zwischen beiden deutschen Staaten und es war nicht möglich, Verwandte oder Freunde zu besuchen. Wie empfanden die Menschen damals diese Trennung? Den Wünschen, Sorgen und Ängsten der im Grenzgebiet Ost und West lebenden Menschen wollen die Jugendlichen nachspüren und Zeitezeugen befragen. Über die gewonnenen Eindrücke und Erfahrungen wollen die Zeitenspringer in einer Radiosendung im lokalen Bürgerradio berichten. Bund Evang.Jugend in Mitteldeutschland (bejm) Zinzendorfplatz 3 99192 Neudietendorf Generationenprojekt zur Geschichte der Jugendweihe in Suhl und Umland Jugendweihe Suhl & Umland e.V. Kornbergstraße 7 98528 Suhl Geschichte - Kultur und Barbarei - eine Stadtführung Wir alle leben in einer Welt mit Geschichte und die Zeugnisse dieser Geschichte begegnen uns täglich. An Bauwerken und Denkmälern etwa. Aber welche Geschichte(n) haben uns diese steinernen Zeitzeugen zu erzählen? Die Zeitenspringer aus Erfurt wollen auf einer Stadttour Entstehungshintergründe und Entwicklungsgeschichten wichtiger Gebäude, Denkmäler und Teile der Stadtgeschichte näher beleuchten und erforschen. Die Jugendlichen wollen hierbei auch eine andere Seite der Geschichtsschreibung aufzeigen: Den Gegensatz zwischen Reichtum, etwa der Erfurter Waidjunker, zur Armut ihrer Tagelöhner. Ziel des Projektes ist die Erstellung eines kleinen alternativen Stadtführers und eine öffentliche Stadtführung. Diese Stadtführung soll bei Interesse der TeilnehmerInnen auch in der Zukunft regelmäßig zweimal im Jahr angeboten und erweitert werden. SJD - Die Falken, KV Erfurt c/o AWO LJW Pfeiffersgasse 12 99084 Erfurt Glas - Lebensader Die Glasindustrie war schon immer ein sehr wichtiger Erwerbszweig der Menschen in der Heimatregion der Zeitenspringer. Aber wo liegen die Wurzeln dieser Industrie? Wie hat sie sich im Laufe der Jahre verändert? Welche Arten von Glas wurden hier produziert und welche Rolle spielte und spielt Glas für die Gegend um Schmiedefeld? Diesen Fragen werden die Zeitenspringer mit Unterstützung durch den Heimatverein und den Fremdenverkehrsämtern der Orte Schmiedefeld, Stützerbach und Frauenwald nachgehen. Die Jugendlichen werden aber auch direkt Befragungen in den Glaswerken und kleineren Glasbläsereien in Form von Interviews durchführen. Der ehemalige Leiter des Glaswerks Schmiedefeld hat den Jugendlichen bereits seine Mitarbeit angeboten. Als Ergebnisdokumentation könnten Flyer und eine Präsentation entstehen, die von Vereinen und Fremdenverkehrsämtern genutzt werden können. Die Projektergebnisse werden öffentlich über die Vereine und Ämter präsentiert. Heimatverein Schmittfäller Gelaower e.V. Glockenberg 9 98711 Schmiedefeld Gößnitzer Dreieckrennen In den Jahren 1926 – 1928 fanden die so genannten „Gößnitzer Dreieckrennen“ statt, die zwischen Ponitz und Gößnitz abgehalten wurden. Am 14. Juni diesen Jahres findet eine Gedächtnis- und Sternfahrt auf der fast original erhaltenen Rennstrecke der Jahre 1926/1927/1928 statt. Auf der Strecke von einst sollen auch 2009 historische Motorräder unterwegs sein. 20 Anmeldungen von Interessierten, die im Besitz einer historischen Maschine sind, gibt es bereits. Die Zeitenspringer wollen diesen Teil ihrer regionalen Geschichte aufarbeiten und einen Film über dieses Ereignis drehen, in dem auch Zeitzeugen von damals und heute zu Wort kommen sollen. Der Film soll die Jugendlichen während der Projektarbeit begleiten und den Motorradfreunden als schöne Erinnerung an die Gößnitzer Sternfahrt 2009 dienen. Zusätzlich soll eine Ausstellung zum Thema erarbeitet werden. Die Projektergebnisse werden dem Förderverein Heimatmuseum Gößnitz e.V. zur Verfügung gestellt und der Heimatstube übergeben. Ev.-Luth. Magdalenenstift Freiheitsplatz 4 04639 Gößnitz Kapp Putsch in Bad Langensalza Der rechtsgerichtete Kapp-Putsch war das wichtigste innenpolitische Ereignis im Jahre 1920. Er brachte das Deutsche Reich an den Rand eines Bürgerkrieges und zwang die Regierung zur Flucht aus Berlin. In Thüringen, u.a. in Bad Langensalza, versuchten linksgerichtete Kräfte, im Gegensatz zu anderen Regionen, den Generalstreik zur „proletarischen Revolution“ voranzutreiben. In Bad Langensalza existiert noch heute eine Gedenktafel zum Kapp-Putsch und zwei Straßen wurden nach Persönlichkeiten des Kapp-Putsches benannt. Aber welche für den Ort Langensalza relevante Informationen gibt es noch zu diesem historisch wichtigen Ereignis? Leider gibt es keine Zeitzeugen mehr, die befragt werden können. So werden die Zeitenspringer ihre Informationen in Archiven zusammentragen. Eine Wanderausstellung und ein Begleitheft sollen als Projektdokumentation erarbeitet werden. Der Projektverlauf soll auf einer eigenen Webseite dokumentiert werden. Außerdem werden die regionalen Schulen in der Dokumentationsphase eingebunden. Die Projektergebnisse werden für den begleitenden Geschichtsunterricht angeboten. Kulturverein Stadtmauerturm e.V. Jahnstr. 10 99947 Bad Langensalza Mit Kerze zu Freiheit und Demokratie
Im Sommer 1989 flüchteten hunderte DDR-Bürgerinnen und
-Bürger während ihres Urlaubs in Ungarn über
Österreich in die BRD. Der Auslöser für diesen
Flüchtlingsstrom war der Beginn des Abbaus der Grenzanlagen an der
Grenze von Ungarn zu Österreich Anfang Mai 1989. Aber auch in der
damaligen DDR begannen sich die Bürgerinnen und Bürger in
diesem Sommer aufzulehnen. Schon zwei Jahrzehnte ist ist nun her, dass
sich der offene Widerstand gegen das DDR-Regime zu regen begann. In
Südthüringen war die Stadt Meiningen ein Zentrum des
politischen Widerstandes gegen die DDR-Diktatur. Von verschiedenen
Basisgruppen gingen Friedensgebete und friedliche Demonstrationen mit
Impulsen für die ganze Region, für Thüringen und die
gesamte DDR aus. Erinnern sich die Menschen noch daran, was damals
genau geschah? Das wollen die Jugendlichen in Zeitzeugengesprächen herausfinden. Sie wollen die Erinnerungen der Menschen an die Zeit der Wende zusammentragen, festhalten und dokumentieren. Offene Arbeit Meiningen Am Mittleren Rasen 6 98617 Meiningen Plattenbau ade Leinefelde hat nach der Wende in wenigen Jahren fast 4.000 seiner Einwohner verloren. Die meisten von ihnen waren in der regionalen Textil-, Kali-, und Lebensmittelindustrie beschäftigt und verloren nach der Wende ihren Arbeitsplatz. Der Ort hat sich dadurch sehr verändert. Die als sozialistische Musterstadt für 13.000 junge Arbeiter aufgebaute Plattenbau-Siedlung war durch den massiven Wegzug grundlegend gefährdet. Die Veränderung des Wohnumfeldes, geprägt durch ökonomische und soziale Umstrukturierungen wollen die Jugendlichen in ihrer Projektarbeit näher beleuchten, festhalten und dokumentieren - denn viele wissen über Wohnumstände aus der DDR-Zeit und aus der Zeit der Wende sehr wenig. Das Projekt soll dazu dienen, die Identifikation der Jugendlichen mit der Heimatstadt zu stärken. In einer Fotoausstellung und einer PowerPoint-Präsentation werden die Arbeitsergebnisse zusammenfassend dokumentiert. Die Präsentationen sollen anschließend auch anderen Interessierten zur Verfügung gestellt werden. Diakonisches Werk Eichsfeld-Mühlhausen e.V. Konrad-Martin-Str. 144 37327 Leinefelde Schnurren unn Schtimmen us Kiele Unter dem Titel des Projektes kann sich sicher kaum jemand etwas vorstellen und viele werden sich fragen: "Was hat das zu bedeuten?" Die Jugendlichen vom Dorfclub Keula e.V., der sich zum Ziel gesetzt hat, das kulturelle Leben in Keula zu fördern und sich mit Brauchtum zu beschäftigen, widmen sich in ihrem Projekt der Mundart in ihrer Heimat. Denn: In der Heimat- und Brauchtumspflege spielt die Mundart eine wichtige Rolle. Zeitzeugen sollen den Jugendlichen in Mundart Anekdoten und lustige Dorfbegebenheiten erzählen. Diese Interviews werden mit Tonband und Video aufgezeichnet. Das Ziel der Jugendlichen ist in erster Linie, mundartliche Ausdrücke in Form eines Wörterbuches zu sammeln und so zu bewahren - aber auch eigene Texte sollen verfasst werden. Die Projektpräsentation erfolgt im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung, auf der die Jugendlichen ihre selbst verfassten Texte in Mundart vortragen wollen. Zusätzlich werden die schriftlichen Ergebnisse in Form einer Broschüre veröffentlicht. Dorfklub Keula e.V. Neue Str. 12 99713 Helbedündorf So lang die Füße tragen Mit den so genannten "Todesmärschen" von KZ-Häftlingen zum Ende des Zweiten Weltkrieges verfolgte die SS zwei Ziele: Den heranrückenden alliierten Truppen sollten die Beweise für die Verbrechen in den Konzentrations- und Vernichtungslagern entzogen werden. Außerdem sollte so versucht werden, zumindest einen Teil der Arbeitskraft der Häftlinge für andere Lager zu erhalten. Auf den Todesmärschen starben viele Häftlinge an Erschöpfung, Hunger und Krankheit. Nicht marschfähige Häftlinge wurden in großer Zahl erschossen. Auch durch den Saale-Orla-Kreis gingen Todesmärsche und verlieren sich zum Teil im Nirgendwo. Mit der Arbeit an diesem Projekt wollen die Zeitenspringer eine Lücke in der Lokalgeschichte schließen, welche die Todesmärsche bisher fast überhaupt nicht aufgearbeitet hat. Recherchen und Zeitzeugengespräche sollen Licht in dieses dunkle Kapitel der Geschichte bringen. Im Gesamtergebnis soll ein Film enstehen, der an Themenabenden der Öffentlichkeit vorgestellt wird und der so konzipiert ist, dass er auch in Schulen gezeigt werden kann. Ev. Jugend im Kirchenkreis Schleiz Kirchplatz 13 07381 Pößneck Straßennamen in Jena mit politischem Hintergrund Viele Zeitenspringer wohnen in einer Straße, die nach einer bekannten Persönlichkeit benannt ist. Oft wissen die Jugendlichen aber kaum, wer diese Person ist, was sie geleistet oder wann sie gewirkt hat. Die Projektarbeit soll den Jugendlichen aufzeigen, dass nicht nur die große Weltgeschichte spannend sein kann, sondern dass Geschichte direkt vor ihrer eigenen Haustür beginnt, sobald sie eine Straße betreten. Die Jugendlichen werden im Internet und in verschiedenen Archiven Material über Straßennamen in ihrer Heimatstadt zusammentragen und Hintergrundinformationen dazu sammeln. Zeitzeugeninterviews, z.B. mit dem Oberbürgermeister der Stadt Jena, sollen die gesammelten Informationen ergänzen. Die Projektergebnisse sollen auf einer eigenen, kleinen Webseite, evtl. in Zusammenarbeit mit der Stadt Jena als Teil der stadteigenen Webseite zusammengefasst und Schulen als begleitendes Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt werden. Bund Deutscher PfadfinderInnen, LV Thüringen e.V. Unterlauengasse 2 07743 Jena Vom Jagdflieger zum Viersternegeneral Johannes Steinhoff wurde als Sohn eines Bottendorfer Mühlenbesitzers und Getreidekaufmannes geboren. Er besuchte die Klosterschule in Roßleben und absolvierte hier sein Abitur. Während des Zweiten Weltkreiges wurde er als Jagdflieger eingesetzt. Nach Kriegsende stieg er bis zum Inspekteur der Bundesluftwaffe auf. Durch Erzählungen von Eltern, Großeltern und Bürgern von Bottendorf sind die Jugendlichen auf dieses Thema aufmerksam und neugierig geworden. Ein Einwohner ihres Heimatortes mit dieser erstaunlichen Laufbahn – darüber wollen die Zeitenspringer unbedingt mehr wissen. Historisches Hintergrundmaterial soll gesichtet und Zeitzeugen befragt werden. Die Projektergebnisse werden in Form einer Ausstellung festgehalten und im Ramen der Abschlussveranstaltung präsentiert. Im Anschluss daran wird die Präsentation dem Mühlenverein Bottendorf als Dauerausstellung zur Verfügung gestellt, um so ein Stück Heimatgeschichte auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. KJR Kyffhäuserkreis e.V. Ferdinand-Schlufter-Str. 48 99706 Sondershausen Wendezeit Das 20-jährige Jubiläum zum Fall der Mauer wollen die Jugendlichen aus Bad Langensalza zum Anlass nehmen, auf 20 Jahre deutsche Geschichte zurückzublicken. Die Zeitspanne der Forschungsarbeit soll neben der Jahre 1988 bis 1990 auch die Entwicklung bis zur Gegenwart umfassen. Schicksale Einzelner und das Engagement von Persönlichkeiten aus der Heimatstadt der Jugendlichen sollen erfragt und dokumentiert werden. Die Zeitenspringer wollen Erfahrungen porträtieren, wie ein totalitäres System die Grundlagen eines demokratischen Lebens entziehen kann und wie durch bewusstes Engagement vieler mutiger Bürger die "Wende" zu einem freiheitlichen Demokratiestaat vollzogen werden konnte. Die Bedingungen, Voraussetzungen und mit welchen Risiken dieser friedliche Umbruch vollzogen werden konnte, sollen auch den nachfolgenden Generationen vermittelt werden. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden in Form einer Internetpräsentation, einer Broschüre und einer Ausstellung der breiten Öffentkichkeit zugänglich gemacht und sollen den ansässigen Schulen als begleitendes Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt werden. Kulturverein Stadtmauerturm e.V. Jahnstr. 10 99947 Bad Langensalza Wendezeit in Nohra
Der thüringische Ort Nohra war zu DDR-Zeiten ein bekannter
Militärstandort. Das Areal nahm insgesamt eine Fläche von
über 200 Hektar ein. Das Ende der militärischen Nutzung
erfolgte erst mit dem Abzug der Streitkräfte der ehemaligen
Sowjetunion nach der Wende, im Jahr 1992.![]() Die Zeitenspringer, die sich sehr für die Geschichte und Entwicklung ihres Ortes interessieren, wollen unbedingt mehr über das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner erfahren. Die Jugendlichen möchten Zeitzeugen befragen und wissen, wie es für die Einwohner von Nohra war, mitten in einem Militärstandort zu wohnen und was sich nach der Wende im Ort alles verändert hat. ![]() Um sich ein genaues Bild machen zu können, werden die Jugendlichen den ehemaligen Militärstandort und die Kasernen besichtigen. Die Projektergebnisse sollen in Form einer Ausstellung und einem Film über Nohra als ehemaligen Militärstandort präsentiert werden. Familienzentrum Bad Sulza des IFAP e.V. In den Emserwehren 2 99518 Bad Sulza |
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